Wappen
Das Bölhorster Wappen besteht aus drei Elementen. Dem Mühlstein, dem Klinker und der Grubenlampe. Warum? Lesen Sie den nachfolgenden Text.
Mühlstein
Der Mühlstein steht im Wappen für die Bölhorster Mühle. Diese steht heute noch, umgebaut als Wohnhaus, an der Klinkerstrasse.
In früheren Jahrhunderten brachten die Bauern der ganzen Umgebung ihr Korn zu der alten Windmühle, die
300 Jahre hindurch im Besitz der Familie Altendorf (später Luhmann, dann Stolze) war, bis auch ihre Flügel sich nicht mehr drehten.
Die Mühle war damals, aufgrund Ihrer geometrischen Lage, von weiten zu erkennen und galt deshalb als ein Wahrzeichen von Bölhorst.
Klinker
Auf der Bölhorst wurden noch bis 1955 Ziegel gebrannt. Diese galten als besonders hart. Ein Haus das komplett mit diesen Ziegeln gebaut wurde, steht heute noch in der Lehmhausstrasse.
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Grubenlampe
Viele Bölhorster verdienten als Bergleute ihr Geld. Die alte Vogteibezeichnung “Zwischen Berg und Bruch” gibt präzise an, was diese Landschaft auszeichnet. Die unterlagernden Schichten der Kreideformation waren der Grund von wiederholter Anschwellung des Bodens, von der die Bölhorst, durch Kohlenabbau und Ziegeleibetriebe bekannt, die bedeutendste war.
Bereits 1668 wurde in Bölhorst Steinkohle gewonnen, deren Förderung um die Mitte des 19. Jahrhunderts wegen Unergiebigkeit eingestellt werden musste. Ein neues Kohlenbergwerk nahm 1876 in der Schachtanlage Meißen die Produktion auf, es förderte 1900 rund 170.000 Zentner Kohle und verdoppelte dieses Jahresergebnis bis 1913. Während des Krieges wurde der Abbau nochmals forciert. Als drittes Kohlbergwerk kam 1880 der Schacht Laura in Barkhausen im Ortsteil Zollern hinzu, das sich aber als so unergiebig erwies, das man es sieben Jahre später wieder still legte. Dies gab jahrelang Arbeit für die Bergleute aus Bölhorst und Umgebung. Einen sicheren und beständigen Arbeitsplatz hatten die Bergleute jedoch in den Eisenerzgruben. Dazu gehörte neben der Zeche Viktoria, bei Lerbeck, auch die Zeche Dützen-Häverstädt. Diese wurde mit großem Aufwand gerade bis zum zweiten Weltkrieg betrieben. Es gibt heute noch auf der Bölhorst drei typische Häuser in den die Bergleute wohnten. Die kleinen Häuser stehen in der Lehmhausstrasse.